Der Mittlere Weg
Gerade bei Angst-Betroffenen findet sich häufig ein schwarz-weiss-Denken.
Entweder... oder....
Das führt von einem Extrem ins andere und wirkliche Heilung ist nicht möglich.
Entscheidungen (siehe Selbstverantwortung) fallen oft so schwer weil nur 2 extreme Alternativen gesehen werden
entweder.... oder.....
Hilflosigkeit und Ohnmacht sind die Folge
Dabei gäbe es Alternativen / Zwischentöne
Sie sind real - werden aber häufig nicht wahrgenommen. Können Sie auch gar nicht.
Man nimmt nur das wahr womit man sich auch
gedanklich beschäftigt (siehe Gedanken)
Und wenn man der Überzeugung ist, die Welt ist schwarz oder weiss wird man auch nur diese beiden Extreme sehen können.
Dieser Schwierigkeit die der Mensch in seinem ganzen Leben ausgesetzt ist,
begegnet der Buddhismus mit dem "mittleren Weg"
Der mittlere Weg bedeutet die Balance zu halten zwischen Extremen wie z.B.
"Diesem mittleren Weg zu folgen ist schwierig, weil er soviel Beweglichkeit verlangt. Wir müssen uns
mitunter zwei scheinbar einander widersprechende Ideen gleichzeitig vor Augen halten können.
Wir müssen auf Messers Schneide balancieren können
und dürfen nicht der Versuchung bequemer Antworten erliegen. Diesen Weg zu gehen erfordert die
Bereitschaft, der Spannung gegensätzlicher Anschauungen und Möglichkeiten standzuhalten -
in diesem Wissen, dass beide richtig sein können."
Zwei Mönche diskutierten über eine philosophische Frage, als ihr Lehrer vorbeikam. Sie baten ihn, die Sache zu entscheiden.
Der erste Mönch legte seine Sicht der Dinge dar, und der Lehrer sagte: "Du hast Recht." Damit war der zweite Mönch
nicht einverstanden und trug seine Position vor, die genau entgegengesetzt war. Der Lehrer antwortete: "Du hast Recht"
Ein dritter Mönch, der zugehört hatte, fragte ganz entgeistert: "Aber Meister, sie können doch unmöglich beide Recht haben,
wenn sie so völlig unterschiedlicher Auffassung sind"!
Der Meister erwiderte: "Du hast Recht"
(Zen-Geschichte)
Zitat aus dem Buch: "Der Zen-Weg aus der Depression" siehe Literatur