Dass es zwischen Jugendlichen und Erwachsenen (hauptsächlich natürlich
den Eltern) im laufe der Pubertät immer häufiger zu Konflikten
kommt und das Zusammenleben nicht mehr funktioniert bzw. immer nervenaufreibender
wird ist nichts neues.
Der Jugendliche verändert sein Aussehen, sein Verhalten und scheint
immer genau das Gegenteil von dem zu wollen was früher Bestand hatte
bzw. was die Eltern gut finden.
Er probiert neue Dinge aus, überschreitet alte Grenzen und provoziert
alle „Alten“
Gleichaltrige und Freunde werden plötzlich zu den neuen Bezugspersonen.
Er übernimmt dessen Aussehen, Verhalten, Sprache, Interessen, Meinungen....
Aber warum ist das so?
Die ganze Entwicklung eines Kindes hat dessen Selbständigkeit zum
Ziel. Es ist ein mit der Geburt beginnender Ablöseprozess dazu nötig.
Während dieser Zeit bis hin zur Selbständigkeit lernt das Kind
alles, was es braucht um alleine klar zu kommen. Während ein Säugling
noch völlig auf fremde Hilfe angewiessen ist, nimmt dies mehr und
mehr ab.
Die Jugend-Zeit ist der letzte grosse Kampf bevor der Ablöseprozess
abgeschlossen ist bzw. sein sollte. Doch häufig ist es ein langer,
zermürbender Kampf der Narben bei allen Beteiligten hinterlassen
kann
Hilfreich für die Eltern ist schon zu wissen, dass das Abnabeln,
die Rebellion ect. ein normaler Prozess ist. Ein Prozess der die Eltern-Kind-Beziehung
auflöst und einen autonomen, jungen Menschen hervorbringt, der in
der Lage ist, sich um sich selbst zu kümmern (und um schliesslich
eine eigene Familie zu gründen)
Treten
Komplikationen bei dieser Ablösung auf, ist Hilfe von aussen oft
sehr hilfreich.
|